08.05.2026 0 Kommentare
Weggottesdienste als Erstkommunionvorbereitung aus Sicht einer Mutter
Weggottesdienste als Erstkommunionvorbereitung aus Sicht einer Mutter
# Nachrichten Pfarrei und St. Bonifatius

Weggottesdienste als Erstkommunionvorbereitung aus Sicht einer Mutter
Von Linda Stieffenhofer
Unsere „Reise“ begann im Herbst 2025. Frau Lapawczyk hatte zum Elternabend geladen, um uns über die anstehende Vorbereitung auf die Erstkommunion unserer Kinder zu informieren. Wir Eltern saßen im Stuhlkreis und lernten uns kennen. Eine wirklich sehr nette Erfahrung, alle hatten unterschiedliche Herkünfte und berichteten davon. Auch für uns begann damit eine Zusammenführung und für viele auch eine Rückkehr ins Gemeindeleben und Erinnerung an die eigene Kindheit. Die Erstkommunionvorbereitung war auf Katechese und Gottesdienst ausgelegt, was sich als sehr gut herausstellte. Die Kinder sollten mit jeweils einem Elternteil daran teilnehmen und sonntags mit ihrem Kind den Gottesdienst mitfeiern. Hierzu bekam dieses ein Stempelheft, in dem auch der Ablauf des Gottesdienstes enthalten war. Unser Kind orientierte sich gerne daran, wenn wir die Messe besuchten. Schließlich war der erste Termin für die Kinder gekommen, sie beschnupperten sich und nahmen die Kirche in Augenschein. Wir Eltern lernten ebenfalls, wie wir im Austausch miteinander feststellten, noch etwas dazu. Die meisten Termine waren als Weggottesdienst angelegt. Dabei trafen wir uns in der Kirche zunächst hinten am Taufbecken, dann gingen die Kinder mit Kerzen und Lektionar würdevoll zum Altar. In den ersten Bänken sitzend erlebten sie jeweils verschiedene Teile des Gottesdienstes, auch mit Liedern, begleitet vom Organisten Herrn Barbarino und später gab es dann noch ein Gebet mit Musik, eine innere Einkehr, die den Kindern half, dieses zu verinnerlichen und Andacht und Kontemplation ermöglichte. Spätestens dann war die Welt draußen, mitten in der Woche, mitten in Berlin auch wirklich draußen, und die Kinder verließen reicher an Erfahrung wie man Gottesdienstes feiert, und wir alle gestärkt die Kirche.
Dazwischen gab es immer wieder auch Kaffeetrinken der Eltern, bei denen ein Austausch von Frau Lapawcyzk moderiert wurde. Die Kinder, die auch während der gesamten Vorbereitung von Joshua Habighorst, Jerome Shanti und Yvonne Barnes betreut wurden, spielten dann währenddessen Spiele. Da wir nur 7 Familien waren, lernten wir uns gut kennen und beschlossen, auch einmal zusammen zu essen, um das Erlebte noch zu vertiefen. Eine Familie, die ein Restaurant führt, steuerte dazu eine große Runde Lasagne bei. Dieses gemeinsame Treffen stärkte den Zusammenhalt untereinander und eröffnete neue Dimensionen.
Im Verlauf der Vorbereitung wurde bei uns die Bindung an die Kirche wieder tiefer. Die Kinder kamen ganz neu mit Gott in Kontakt und fühlten sich wirklich gut vorbereitet. Ja, der wöchentliche Kontakt und die Erfahrung der Wegggottesdienste veränderte etwas in den Familien. Wir rückten wieder näher an Kirche und Gemeinde und erlebten eine Gemeinschaft, die wir so vorher in Berlin nicht mehr gekannt hatten. Ein Gewinn für alle und ein Ort gelebten Glaubens. Die Vorbereitung fand ihren Abschluss in der heiligen Erstkommunion unserer Kinder – feierlich und würdevoll. Ein Abschluss und ein Neuanfang! Vielen herzlichen Dank an alle Beteiligten! Es war sehr schön und ich wünsche mir, dass alle so eine schöne Erstkommunion und -vorbereitung erleben!
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