Kirche St. Michael (Kreuzberg) | Kath. Kirchengemeinde Pfarrei Bernhard Lichtenberg Berlin-Mitte

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Kirche St. Michael (Kreuzberg)

Kirche St. Michael (Kreuzberg)
Veröffentlicht am Mo., 3. Jan. 2022 12:51 Uhr
Nachrichten aus St. Marien Liebfrauen

Die Sankt Michael Gemeinde war die zweit- oder drittälteste katholische Gemeinde in Berlin nach der Reformation. Die Kirche am Engelbecken ist im 2. Weltkrieg schwer beschädigt worden und wurde nur zum Teil wiederhergestellt. Durch den Mauerbau wurde die Gemeinde geteilt. Die Katholiken in Kreuzberg hatten nun keinen Zugang mehr zu ihrer Mutterpfarrei. 

In den sechziger Jahren wurde dann am Alfred–Döblin-Platz eine eigene Kirche mit Pfarrhaus und Gemeindezentrum errichtet. Bis Anfang der 80er Jahre wurde ein konventionelles Gemeindeleben weitergeführt. Allerdings mit einem zahlenmäßigen Schwund der Gemeindemitglieder, bedingt durch die sozialen Veränderungen im Stadtteil.

Als 1983 ein Mitglied der im Kiez ansässigen Jesuitenkommunität Pfarrer wurde, hat sich die Gemeinde den Herausforderungen in Kreuzberg mehr und mehr angenommen und sich den verschiedenen Gruppen und neuen Bewohner geöffnet. Vor allem im sozialen Engagement hat die Gemeinde sich profiliert. Als in Sankt Marien Liebfrauen eine Priesterwohngemeinschaft ansässig wurde hat einer der Mitglieder als Pfarrer die Gemeinde übernommen und später dann der dortige Pfarrer Sankt Michael mitbetreut. Wegen der Unterschiede im Selbstverständnis der Gemeinden ist es nach der Maueröffnung nicht zum Zusammenschluss von Sankt Michael Ost und West gekommen.

Roratemesse im Advent

Die Kreuzberger Sankt Michaelsgemeinde ist 2000 mit Sankt Marien Liebfrauen fusioniert worden, die eine ähnliche soziale Struktur und Ausrichtung hat. Sankt Michael, Mitte wurde im Herbst 2003 mit der Domgemeinde Sankt Hedwig zusammengeschlossen. Heute nun sind beide Michaelsgemeinden unter dem Dach der Pfarrei Bernhard Lichtenberg wieder vereint.

Direkt neben der Kirche Sankt Michael in der Waldemarstrasse ist eine Gemeinschaft von Schwestern der Sießener Franziskanerinnen und die katholische Kita und das Jugendpastorale Zentrum des Bistums ansässig. Die Schwestern gehen unterschiedlichen beruflichen Tätigkeiten nach und bringen sich auch in das Gemeindeleben ein.

Im Sonntagsgottesdienst wollen wir besonders die Bedürfnisse derer berücksichtigen, die eine offene und authentische Liturgie suchen, die die Fragen und die Mentalität der heutigen Zeit anspricht. Dabei ist uns die Glaubens- und Lebensgemeinschaft der Mitfeiernden ein wichtiges Anliegen, das u.a. auch im gemeinsamen Kaffee und Gespräch nach dem Gottesdienst zum Ausdruck kommt.

Auf der Suche nach Kooperationspartnern haben wir in der Jugendseelsorge des Erzbistums und in deren Anliegen eine Jugendkirche für Berlin zu finden, Bündnispartner gefunden, die uns helfen unseren Standort zu erhalten und uns weiter zu entwickeln.