Ausschnitt aus dem Cover "Brot und Gesetze brechen"

Politisches Nachtgebet am 25.10.2021 in St. Michael Kreuzberg, Brot und Gesetze brechen.

Christlicher Antimilitarismus auf der Anklagebank. Obwohl die globalen Militärausgaben exorbitant sind, bewaffnete Konflikte weltweit angeheizt werden und die nukleare Aufrüstung vorangetrieben wird, engagieren sich nur wenige für friedenspolitische und antimilitaristische Anliegen.
Umso wichtiger ist es, einige jener zu porträtieren und zu Wort kommen zu lassen, die seit Jahren konsequent für Abrüstung eintreten. Es sind Ordensschwestern, Großmütter, Priester oder Postangestellte, die in Militärbasen einbrechen, um gegen dort stationierte Atombomben zu protestieren und Veränderungen globaler Gewaltverhältnisse zu fordern.
Die Pflugscharbewegung wurde zum Symbol radikal christlicher und gewaltfreier Praxis. So etwa im deutschen Büchel, wo US-Atomwaffen gelagert werden, oder in Kings Bay (USA), einer Basis für U-Boote mit nuklearen Sprengköpfen. An beiden Orten fanden 2018 Einbrüche statt, um mittels zivilem Ungehorsam gegen die Gewalt und Autorität des Staates Widerstand zu leisten – die Konsequenz waren Prozesse und mehrjährige Haftstrafen.
Das Buch „Brot und Gesetze brechen“ gibt die bemerkenswerten Abschlussplädoyers der angeklagten Aktivist/* innen wieder und versammelt Beiträge zur Frage von Abrüstung von unten, zur Geschichte christlich-antimilitaristischen Widerstands und zu blinden Flecken in linken Bewegungen. Es liefert in Zeiten zunehmender Aufrüstung Impulse für eine neue Friedensbewegung fernab bürgerlicher Religiosität – und für jene, die in Distanz zum Christlichen stehen, überraschende, motivierende Zugänge.

-- mandelbaum Verlag

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Buchcover "Brot und Gesetze brechen"

Im Rahmen des politischen Nachtgebetes werden die Autor* innen Jakob Frühmann und Cristina Yurena Zerr ihr Buch vorstellen und Einblicke in die Aktionen und die radikal christlichen Motive der Aktivist*innen geben; kleinere Filmausschnitte verdeutlichen die Wichtigkeit ihres Anliegens.