Screenshot Herz Jesu Webseite

Wir wussten alle schon immer, dass es das sonntägliche Angebot in ARD und ZDF gibt, zu Hause einen christlichen Gottesdienst zu verfolgen. Für Erkrankte und nicht mobile Gottesdienstbesucher ein dankbares Angebot. Aber dann kam die Corona-Pandemie mit all ihren Einschränkungen. Das virtuelle Angebot vergrößerte sich rasant im ersten Lockdown vor einem Jahr. Auch in unserer Pfarrei entwickelten sich schnell Aktivitäten, um trotz Schließung der Kirchen die gewohnten Gottesdienste online anbieten zu können.

Der gestreamte Gottesdienst kann aus meiner Sicht zwar nicht den persönlichen Besuch gleichwertig ersetzen. Aber das Angebot eröffnet auch schöne Optionen. So konnte ich das Gedenken zum ersten Todestag meines Vaters im Gottesdienst der kleinen „Elternhausgemeinde“ im Münsterland im November trotz Reisebeschränkungen gleichsam im Kreis der Familie mitfeiern. Meine dort anwesende Familie war so platziert, dass sie im Bild war und wir im virtuellen Kreis verbunden waren.

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Die vielfältigen Angebote im Internet weiten darüber hinaus den Horizont. Gibt es doch nun die Möglichkeit, Gottesdienste aus ganz Deutschland nach Hause zu holen. Das Schöne an einem Online-Gottesdienst zu Hause ist auch, das zurzeit in Gottesdiensten verbotene Singen zu Hause ganz ohne Einschränkungen – sofern die Nachbarn es erdulden – praktizieren zu können, ganz im Sinne von „Singen ist doppelt Beten“.

Ulrich Casser