Abbrennen von Wunderkerzen in der Dunkelheit

Symbolbild / Foto Bhushan Sadani

Vor dem Hintergrund des letzten Jahres mit der einzigartigen Erfahrung einer Pandemie und ihren globalen Folgen, kann man das nur hoffen. Nun ist das mit dem „Glück“ für uns Christen so eine Sache. Glück scheint für mich eher wie ein Zufall zu sein, das mir in den Schoß fällt, oder eben auch nicht.

Als Christen haben wir daher ein etwas gespaltenes Verhältnis zum Glück. Vertrauen wir doch auf Gott. Tatsächlich bewährt sich unser Glaube besonders in außergewöhnlichen Situationen, zeigt gerade in diesen Zeiten auf, ob er tragfähig ist oder nicht. Und immer wieder machen Menschen die Erfahrung, dass besonders in Krisen der Glaube eine Kraftquelle ist, eine weitere Dimension in einer scheinbar eingeengten Sicht auf das Negative.
„Du führst mich hinaus ins Weite, du machst meine Finsternis hell!“ (Ps 18,29). Genau diese Überlegungen bewegen mich auch in Bezug auf die Gründung unserer neuen Pfarrei Bernhard Lichtenberg.

Viele Jahre haben wir in verschiedenen AGs und Gruppen diese Gründung, so gut es eben ging, vorbereitet. Viele Fragen bleiben dennoch offen. Vieles Gedachte muss sich erst im alltäglichen Leben bewähren, einiges muss noch nachgesteuert werden. Das heißt, wir sind nicht fertig! Mit der Gründung der neuen Pfarrei kommen wir nun von der Theorie in die Praxis und erst hier zeigt sich, ob so manche Theorie sinnvoll ist und eben auch praktikabel.

Ich wünsche uns große Wachsamkeit und Sensibilität in den einzelnen Belangen. Wir brauchen viel Geduld, Geduld mit und untereinander. Ein gemeinsames Wohlwollen ist grundlegend. So können wir als Pfarrei Bernhard Lichtenberg sagen: „Neues Jahr, neue Herausforderungen!“ Diese wollen wir gemeinsam wahrnehmen, weil wir glauben, dass Gottes Geist uns begleitet, um den wir immer wieder bitten.

Reichen Segen Ihnen allen in diesen besonderen Tagen!

Ihr Pfarrer Oliver Cornelius